Die Schaffung des Bürgers 2

Welches sind die Rechte und Pflichten der Bürger?

Welches sind die Rechte und Pflichten der Bürger?

Die Gründergeneration der politischen Führer Amerikas behauptete, dass die unabhängige Nation auf dem Ideal gründet, dass ihre Bürger das Recht auf „Leben, Freiheit und das Streben nach Glück“ haben, und dass die Regierung im Rahmen der Verfassung „das allgemeine Wohl fördern und das Glück der Freiheit bewahren“ solle. Zu diesen Rechten, so glaubten sie, kämen Pflichten, die die Bürger zu erfüllen hätten, um das Versprechen der neuen Nation zu erfüllen. Für diese hehren Ziele und Prinzipien gab es zu keinem Zeitpunkt eine eindeutige Interpretation und sie führten im Laufe der Zeit zu unterschiedlichen Vorstellungen und hitzigen Debatten.
 

Die vier Freiheiten

In seiner jährlichen Ansprache vor dem Kongress am 6. Januar 1941 formulierte Präsident Franklin D. Roosevelt die Ziele der Nation angesichts der Gefahr einer Welt im Krieg. „Wir freuen uns auf eine Welt, die auf vier grundlegenden menschlichen Freiheiten gründet“, erklärte er. Zwei dieser Freiheiten wurden in der Bill of Rights ausdrücklich genannt, nämlich die Redefreiheit und die Religionsfreiheit. Zwei weitere Freiheiten wurden von einer Generation herbeigesehnt, die mit der wirtschaftlichen Depression und der Bedrohung durch Diktaturen konfrontiert war: Freiheit von Not und Freiheit von Angst. Der Künstler Norman Rockwell dramatisierte diese Ziele im Jahr 1943 in einer Reihe von Gemälden.


Wenn Sie nun die Ausstellung verlassen, gedenken Sie der folgenden Worte aus der Unabhängigkeitserklärung:

Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, daß alle Menschen gleich erschaffen worden, daß sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt worden, worunter sind Leben, Freiheit und das Bestreben nach Glück. Daß zur Sicherheit dieser Rechte Regierungen unter den Menschen eingeführt worden sind, welche ihre gerechte Gewalt von der Einwilligung der Regierten herleiten.

– Unabhängigkeitserklärung, 4. Juli 1776