Der Große Sprung 2

Erklärung der Unabhängigkeit

Erklärung der Unabhängigkeit

Im Jahre 1776 machten viele Kolonisten einen großen Vertrauenssprung: sie vereinten sich unter dem Ideal, dass „alle Menschen gleich sind“ und Anspruch auf die „unveräußerlichen Rechte“ des „Lebens, der Freiheit und des Strebens nach Glück“ haben. Sie erklärten, dass alle Macht vom Volk ausgeht und von der Zustimmung des Volkes abhängig ist. Diese Ideale formten die amerikanische Politik und Gesellschaft in den sich anschließenden Jahrhunderten. Und doch war es eine ungleiche Welt. Die Amerikaner erbten auch den Glauben an die soziale Hierarchie und an Institutionen, die die Ungleichheit fortschrieben. Im Laufe der Generationen rangen die Amerikaner, inspiriert durch die Unabhängigkeitserklärung, mit diesen widersprüchlichen Ideen und Verpflichtungen.

Thomas Jeffersons Schreibtisch

An diesem Schreibtisch verfasste Thomas Jefferson im Juni 1776 den ersten Entwurf der Unabhängigkeitserklärung. Jefferson selbst hatte den Schreibtisch mit seiner klappbaren Schreibtafel und einer abschließbaren Schublade für Papiere, Stifte und ein Tintenfass entworfen. Dieser Schreibtisch war Jeffersons Begleiter als revolutionärer Patriot, amerikanischer Diplomat und Präsident der Vereinigten Staaten.

 

Die Annahme der Verfassung, 1787–1788

Nach einem langen Krieg und vielen Auseinandersetzungen verkündeten Anhänger der US-Verfassung die Notwendigkeit einer stabilen Zentralregierung, um den Amerikanern „die Segnungen der Freiheit zu sichern“. Aber konnte die wachsende Nation auch zusammenwachsen? Die Staaten kooperierten nicht immer miteinander. Der Kongress war zu schwach gewesen, um den Interessen Europas und der Ureinwohner Amerikas entgegenzuwirken oder um Konflikte innerhalb oder zwischen den Staaten beizulegen. Die Delegierten des Verfassungskonvents vereinbarten, die Macht hin zur Zentralregierung zu verlagern. Zur gleichen Zeit ließen sie die Vertreter der Bundesregierung direkt oder indirekt wählen, um so das Volk als Ganzes zu repräsentieren.

Urkundenkasten von George Washington

Der Verfassungskonvent versammelte sich im Mai 1787 in Philadelphia und wählte George Washington zum Vorsitzenden. In den sich anschließenden vier Monaten berieten sich die 55 Delegierten im Vertrauen und hielten ihre Protokolle der Presse gegenüber solange geheim, bis sie sich auf den Vorschlag für eine Verfassung der Nation geeinigt hatten. Washington verwendete diesen Kasten, um Dokumente mit Bezug zu der Schaffung einer neuen Regierungsform aufzubewahren.


Setzen Sie Ihren Rundgang bei der großen Druckmaschine fort.

 

Große Debatten

Die Revolution war vorbei und die Verfassung ratifiziert. Aber die Debatten über die Bedeutung einer Regierung durch „das Volk“ standen erst am Anfang. Würde politische Macht weiterhin von Reichtum, Geburt in die richtigen gesellschaftlichen Kreise und einflussreichen Verbindungen abhängig sein? Würde die neue, repräsentative Regierungsform wirklich die Interessen und Ansichten einfacher Männer und Frauen repräsentieren? Wie sollten diese Menschen teilhaben, um sich Gehör zu verschaffen?

Englische Druckerpresse von Benjamin Franklin

Zeitungen, die frei von staatlicher Kontrolle berichten, erschienen unabdingbar, damit die Bürger sich gut über die öffentlichen Angelegenheiten informieren können. Doch bestand nicht die Gefahr, dass eben jene unabhängige Presse, die die amerikanische Loyalität zu George III untergraben hatte, nun die Loyalität gegenüber der neuen Verfassung unterminiert?


Gehen Sie weiter in den runden Raum auf der rechten Seite.