Auf der Autobahn: I-10, 1956-1990

Eine Nation der Fernstraßen

Eine Nation der Fernstraßen

1956 verabschiedete der Kongress, nach Jahrzehnten der Verhandlungen und der Planung, den Federal-Aid Highway Act, womit das Fernstraßennetz zwischen den Bundesstaaten geboren war. Alle Städte mit einer Bevölkerung von mehr als 100.000 sollten an dieses Netz angebunden werden, das sich über 41.000 Meilen (rund 66000 km) erstreckt. Dieses gigantische öffentliche Projekt, das in den 1990er Jahren zu Kosten von mehr als 100 Milliarden Dollar größtenteils fertiggestellt wurde, war für einen schnellen und sicheren Autoverkehr konzipiert worden. Die Interstates haben den landschaftlichen Charakter und das Leben in Amerika sowie auch die Art der Abwicklung von Geschäften grundlegend verändert. Die Interstates zerschnitten die Städte und ließen bestehende Unternehmen und Geschäfte entlang der bisherigen Straßen außen vor, schufen neue Arten von Städten und Vororten und förderten die Industrie und den Handel.

Die I-10 deckt fast 2.500 Meilen (gut 4000 km) quer durch den Süden der Vereinigten Staaten ab, von Jacksonville in Florida bis Santa Monica in Kalifornien. Sie hat zur Entwicklung einiger der am schnellsten wachsenden Städte des Landes, darunter Houston und Phoenix, zu weitläufigen, vom Kraftfahrzeugverkehr abhängigen Metropolen beigetragen. Sie ist die wichtigste Lkw-Route, die die Häfen von Los Angeles mit dem Rest der Nation verbindet. Und wie bei vielen anderen Interstates auch haben lokale Interessen dazu geführt, dass in mehreren Städten, einschließlich von San Antonio und New Orleans, Änderungen des ursprünglich geplanten Verlaufs erzwungen wurden.

Pontiac Grand Prix-Cabrio, 1967

Pontiac Grand Prix-Cabrio, 1967

Mehr PS, Stil, Komfort und Freude am Fahren – dies waren die Eigenschaften, die die Besitzer von „Performance Cars“ in den 1960er Jahren ansprachen. Die Amerikaner nahmen sich mehr Zeit mit Freizeitaktivitäten auf und abseits der Straße, und schnelle, sportliche Luxusautos wurden populär.

Guenther und Siewchin Yong Sommer fuhren ihren Pontiac Grand Prix, Baujahr 1967, 32 Jahre lang und besuchten damit 251 Nationalparks, Monumente, Denkmäler, Wälder, historische Stätten, historische Parks, Strände, Erholungsgebiete, historische Wanderwege und malerische Landschaften.

Dodge Caravan, 1986

Dodge Caravan, 1986

Gegen Ende des 20. Jahrhunderts entwickelten sich Minivans zu einem Sinnbild der Vorstädte („Suburbia“). Die ersten Minivans – der Dodge Caravan und der Plymouth Voyager – wurden 1983 nach sechsjähriger Entwicklungszeit auf den Markt gebracht. Diese verkleinerten Transporter waren größer als Kombis, konnten aber immer noch einige der Annehmlichkeiten des Automobils vorweisen.


Biegen Sie rechts ab und bleiben Sie vor dem Matson-Container stehen.