Träume einer Gemeinde: Santa Cruz, Kalifornien, 1876

Die Eisenbahn kommt in die Stadt

Die Eisenbahn kommt in die Stadt

In den 1870er Jahren verliefen bereits Eisenbahnschienen von Küste zu Küste, wodurch das Inland der Vereinigten Staaten besser angebunden war denn je. Kleinere und große Städte konnten nun auch abseits der Küsten und Wasserstraßen gedeihen, die Amerika bis dahin als Hauptverkehrsnetze gedient hatten. Nahrungsmittel und Industrieerzeugnisse konnten in alle Regionen der Nation geliefert werden. Die Eisenbahnstrecken sorgten für neue soziale, politische und wirtschaftliche Verbindungen zwischen den Menschen, über Tausende von Kilometern hinweg. Für viele Amerikaner kam eine Eisenbahnverbindung dem Versprechen von neuem Wohlstand und neuen Möglichkeiten gleich.

In Santa Cruz kämpften Geschäftsleute und Politiker darum, eine Eisenbahnanbindung für die Stadt zu erhalten und träumten von einem industriellen Boom, der ihre Stadt zu einer wichtigen Großstadt machen würde. Viele Einheimische investierten in die geplante Santa Cruz Railroad, und schließlich wurde nach Jahren politischer Aktivitäten und finanzieller Manöver im Jahr 1876 eine Strecke von 15 Meilen (24 Kilometern) fertiggestellt. Sie verband Santa Cruz mit dem Agrarort Watsonville, der an die wichtigste Eisenbahnlinie Kaliforniens, die Southern Pacific, angebunden war.

Dampflok Jupiter, 1876

Dampflok Jupiter, 1876

Die Jupiter wurde 1876 in Philadelphia gebaut und war die dritte Lokomotive der Santa Cruz Railroad. Die Jupiter, die für Schmalspurstrecken (Schienenabstand 36 Zoll (91,4 cm)) gebaut worden war, wurde 1883 obsolet, als die Linie auf normale Spurweite (56 ½ Zoll, entspricht 143,5 cm) umgestellt wurde. Die Jupiter wurde an ein Unternehmen in Guatemala verkauft, wo sie über 60 Jahre lang für den Transport von Bananen eingesetzt wurde.


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