Die Ära des Konsumenten, 1940-1970

Während der Ära des Konsumenten boomte die Produktion und der Konsumismus prägte den amerikanischen Markt, der sich von den Innenstädten in die Vorstädte ausbreitete. Technologische Innovationen, die Zunahme von Angestelltenjobs, mehr Kredit und neue Konsumentengruppen förderten den Wohlstand. Unternehmer und die politische Führung behaupteten, der Konsumismus sei mehr als Shopping: er definiere die Vorteile des Kapitalismus. Diese Ära markiert einen Höhepunkt der amerikanischen Produktivität und des hohen Lebensstandards. Aber sie endete damit, dass viele Amerikaner die Versprechungen des Konsumkapitalismus in Frage stellten. Als der Wirtschaftsmotor in den 1970er Jahren ins Stottern kam, ging die Produktivität zurück, die Löhne gaben nach und die Amerikaner waren mit einer Energiekrise konfrontiert, die die Erwartungen der Konsumenten grundlegend veränderte.


Rundfunk

In den 1950er Jahren machten die Verbraucher das Fernsehen zum Mittelpunkt ihres Heims, was den Wettbewerb unter den Sendern antrieb. Aggressive Neuankömmlinge forderten etablierte Sendernetzwerke heraus, erneuerten das Programm und kümmerten sich um ein unterversorgtes Publikum. Mit dem Wachstum des Fernsehangebots sorgten sich die Amerikaner um dessen Auswirkungen auf Kinder. Eine nationale Diskussion über das Fernsehen und das Gemeinwohl führte zur Förderung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

DuMont Revere-Fernseher, 1947

Fernsehgeräte spiegelten den populären Möbelstil wider. Das Revere-Modell der DuMont Company versteckte die moderne Technologie in einem Gehäuse im Kolonialstil.

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Ruth Handler, 1916-2002

Als Ruth Handler ihre Tochter Barbara dabei beobachtete, wie sie mit Papierpuppen spielte, kam ihr die Idee, dass Puppen wie Erwachsene gestaltet werden könnten. 1959 überzeugte sie ihren Ehemann, einen der Mitinhaber von Mattel, eine erwachsene Modepuppe, Barbie, zu entwickeln. Dank Fernsehwerbung wurde sie zum meistverkauften Spielzeug der Welt.

Barbie-Puppe, um 1960

Die Spielzeugfirma Mattel brachte Barbie im Jahr 1959 auf den Markt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Puppen dieser Zeit war die Barbie eine Erwachsene – ein Modemodell für Teenager, das Verabredungen haben, Auto fahren und tolle Kleidung tragen konnte. Zwar wurde die Barbie oft wegen ihrer unrealistischen Körperproportionen und der Förderung von Geschlechterstereotypen kritisiert, aber sie hat sich mit der Zeit weiterentwickelt, um soziale und kulturelle Veränderungen in der amerikanischen Kultur widerzuspiegeln. Seit den 1980er Jahren gibt es sie mit vielen neuen Berufen, vom Polizeibeamten über den Paläontologen bis hin zur Präsidentschaftskandidatin.

Raoul A. Cortez, 1905-1971

Raoul A. Cortez war der Überzeugung, die Medien sollten der Gemeinschaft dienen und das Gemeinwohl fördern. Nachdem er in einer spanischsprachigen Zeitung gearbeitet hatte, gründete er einen Radiosender, der zur Stimme der spanischsprachigen Gemeinde in San Antonio wurde. 1955 eröffnete er KCOR-TV und expandierte sein Sendergeschäft und seine auf die Gemeinschaft ausgerichtete Medienvision ins Fernsehen.

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Afroamerikanische Märkte

Nach dem Zweiten Weltkrieg stellten die Afroamerikaner die jahrzehntelange Rassentrennung in Frage. Sie verlangten die Anerkennung durch Werbetreibende und einen gleichberechtigten Zugang zu Gütern und Dienstleistungen. Die Bemühungen der Produzenten, den Konsum zu steigern, trafen landesweit auf das Ziel der Bürgerrechtsaktivisten, die Rassentrennung im Geschäftsleben zu überwinden.

WANN-Banner, 1950er bis 1960er Jahre

WANN, ein Radiosender im Betrieb von Weißen, der in Annapolis, Maryland ansässig war, kultivierte den afroamerikanischen Konsumenten und stellte dessen Kaufkraft unter Beweis, indem er sein Publikum mit Einzelhändlern und Herstellern in Verbindung brachte, die so ihren Umsatz steigern wollten.

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Franchising

Das Franchising-Geschäft entwickelte sich nach 1950 und bot den Amerikanern die Möglichkeit, ein eigenes kleines Unternehmen zu besitzen. Franchising war auch für die jeweiligen Muttergesellschaften ein gutes Geschäft, denn ein großer Teil des Risikos wurde auf die Eigentümer abgewälzt, die zugleich bestimmte Standards für Marke und Service einhalten mussten.

Wetterfahne von Kentucky Fried Chicken, 1960er Jahre

In der Mitte der 1950er Jahre führten der Gründer von Kentucky Fried Chicken, Harland Sanders, und sein erster Franchise-Nehmer, Pete Harman, innovative Kochmethoden ein und beharrten darauf, dass die lokalen Inhaber den Service aufrecht erhalten und sich an das „Originalrezept“ halten. Sanders schaffte den Erfolg, indem er sein Produkt standardisierte und seine Marke zuverlässig intakt hielt. Auf dieser Wetterfahne sehen Sie das Markenbild von Colonel Sanders als verbindendes Markenelement des Unternehmens.

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Von Massenmärkten zu Zielmärkten, 1970er bis 2000er Jahre

Das Kabelfernsehen und später das Internet verwandelten den Rundfunk in eine zielgerichtete Ansprache. Mit dieser Technologie konnten Medienunternehmen und Werbetreibende die Konsumenten in immer spezifischere Märkte einteilen. Sie schufen Kanäle wie MTV, Lifetime, Nickelodeon, HGTV oder den Fishing Channel. Die Werbetreibenden nutzten diese Vertriebskanäle, um den Kaufvorgang mit unterschiedlichen Lebensstilen zu verknüpfen.

Latino-Marketing

In den 1960er und 1970er Jahren sprachen Latinos in der Werbung und im spanischsprachigen Rundfunk für die Kaufkraft der Konsumenten aus Latino-Gemeinden. Einwanderer aus lateinamerikanischen Ländern traten in die Werbeindustrie ein und eröffneten bald eigene Agenturen, die sich darauf konzentrierten, diesen Markt zu erkennen und zu definieren. Als die Zahl der Latinos in den USA zunahm und sie als Konsumenten sichtbarer wurden, markierte die Gründung der Association of Hispanic Advertising Agencies im Jahr 1996 einen Wendepunkt.

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